Die Analyse „Auswirkungen der Netzentgeltreform auf die Wasserstoffproduktionskosten“ des EWI untersucht die Folgen des aktuellen AgNes-Zwischenstands der Bundesnetzagentur (BNetzA) vom 27. Mai 2026 für die Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseuren. Hintergrund ist die geplante Einführung von Kapazitätspreisen für bisher weitgehend netzentgeltbefreite Akteure wie Einspeiser, Batterien und Elektrolyseure. Mithilfe des EWI-Optimierungsmodells SOPHIAA analysiert die Studie, wie sich Kapazitätspreise von 4 bis 7 Euro pro Kilowatt und Jahr auf die Kosten der Wasserstoffproduktion auswirken. Die Untersuchung betrachtet für Elektrolyseure unterschiedliche Strombezugsoptionen über Power Purchase Agreements (PPAs) aus Bestands- und Neuanlagen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die geplante Reform nach aktuellem Zwischenstand die Produktionskosten für grünen Wasserstoff zwar erhöht, jedoch deutlich geringer als vor Veröffentlichung des AgNes-Zwischenstands befürchtet. Bei Strombezug aus Bestandsanlagen steigen die Wasserstoffproduktionskosten um bis zu 10 Cent je Kilogramm Wasserstoff (+2,1 Prozent), bei Strombezug aus Neuanlagen um bis zu 32 Cent je Kilogramm (+5,7 Prozent).

read more
Published On: Juli 17th, 2026 / Categories: Allgemein, wasserstoff /