Für die Dekarbonisierung von steuerbaren Kraftwerken sind verschiedene Optionen möglich. Kohlenstoffarmer (blauer) Wasserstoff und Erdgasverbrennung mit vor-Ort-Abscheidung und Speicherung von CO₂ (Carbon capture and storage, CCS) können je nach Volllaststunden und Kostenszenarien zu geringeren Stromgestehungskosten führen als erneuerbarer (grüner) Wasserstoff. Andererseits verringert erneuerbarer Wasserstoff bei heimischer Produktion die Abhängigkeit von Energieimporten. Außerdem ist er klimaneutral, während bei den anderen beiden Brennstoffoptionen Restemissionen bleiben. Ein vollständiger Vergleich der Optionen, auch hinsichtlich des Infrastrukturbedarfs, kann daher nur mit einer Gesamtsystembetrachtung erfolgen.
In der Kurzstudie „Dekarbonisierungsoptionen für steuerbare Kraftwerke“ des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) analysieren Michaele Diehl, Dr.-Ing. Ann-Kathrin Klaas (Projektleiterin) und Philipp Theile verschiedene technische, wirtschaftliche und regulatorische Aspekte der Brennstoffoptionen erneuerbarer Wasserstoff, kohlenstoffarmer Wasserstoff und Erdgas mit CCS. Die Analyse wurde durch die Förderinitiative Wasserstoff und Moleküle der Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln e. V. gefördert.
