Der Ausbau erneuerbarer Energien und Stromnetze erfordert erhebliche Investitionen. Ein geeignetes Strommarktdesign kann helfen, Investitions- und Betriebsentscheidungen effizienter zu gestalten. Das EWI untersucht im Forschungsprogramm „Integriertes Strommarktdesign“ aktuelle Fragestellungen und betrachtet dabei Erzeugung, Netz und Verbrauch ganzheitlich. Zentrale Frage: Wie lassen sich Effizienzgewinne für die Energiewende erzielen?
Das EWI analysiert:
- Effizientere Einsatzsignale für Stromerzeugung
- Optionen für Netzregulierung und -bewirtschaftung
- Integration elektrischer Technologien wie Wärmepumpen oder Batteriespeicher
- Wechselwirkungen mit den Sektoren Verkehr und Wärme
Vier übergreifende Aspekte stehen im Fokus:
System & Technologie
Welche Technologien dekarbonisieren das Stromsystem am kostengünstigsten? Dabei werden auch flexible Lasten und sektorübergreifende Effekte betrachtet.
Endverbrauch & Tarife
Variable Tarifmodelle könnten den Stromverbrauch künftig besser an eine fluktuierende Erzeugung anpassen – für Haushalte und Industrie.
Investitionen & Finanzierung
Die Verfügbarkeit von Kapital beeinflusst maßgeblich den Ausbau der Strominfrastruktur. Auch Aspekte wie Risiko- und Portfoliomanagement spielen eine Rolle.
Regulierung & Marktdesign
Ein durchdachtes Marktdesign kann den Technologieeinsatz und notwendige Investitionen gezielt steuern. Auch Netzoptimierung steht dabei im Fokus.
Zur Analyse kombiniert das EWI qualitative und quantitative Methoden, unter anderem mit den hauseigenen Modellen DIMENSION und SPIDER.
Das Forschungsprogramm vereint Grundlagen- und angewandte Forschung. Es wird durch die „Förderinitiative Integriertes Strommarktdesign“ mit rund 100.000 Euro jährlich unterstützt. Etwa 40 Prozent der Mittel fließen in die Modell- und Grundlagenforschung, rund 55 Prozent in spezifische Analysen.
Die Förderinitiative ist im ersten Quartal 2025 gestartet.
Beteiligte Partnerunternehmen:
50Hertz, Amprion, ARGE-Netz, E.ON, Enertrag, ENERVIE, NEW, RheinEnergie, RWE, Stadtwerke Düsseldorf Netzgesellschaft, Thüga, Trianel
Alle Unternehmen fördern die Forschung mit einem jährlichen Betrag von 15.000 Euro.
Bei Interesse an der Förderinitiative melden Sie sich gerne bei mir.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Sternitzke

